Du hast meine Einladung also angenommen.
Oder Herausforderung.
Schwer zu sagen, nicht wahr?
Eine Gebrauchsanleitung? Nicht wirklich.
Nur eines:
Die Wahrheit ist nie was sie scheint & liegt immer zwischen den Zeilen und die Chronologie ist ein unzuverlässiger Geselle.
& vis versa.
Außer es ist umgekehrt.
Aber die Sache von hinten aufzurollen, ist trotzdem die beste Idee.
Mögest du die Antworten finden, derer du noch entbehrst.
Lebewohl.
koneko do - 7. Mär, 03:00
Okami. Ich vermisse dich. So, so sehr. Ich verstehe immer noch nicht genau, wie wir hier landen konnten. Ich würde jetzt, genau jetzt, gerne bei dir sein, zusammengekringelt dich atmen, warm, eng, vertraut. Zuhause.
No truth, only narratives. Here is one:
Kätzchen ist vom Baum gefallen. All das rumspringen und hochrennen – ganz müde war es und hat es doch nicht gemerkt. Vor dem Sturz gab es diesen winzigen Moment, festkrallen, ganzer Muskeleinsatz. Aber es war so müde, es hatte keine Kraft mehr.
Okami wunderte sich am nächsten Tag, wo Kätzchen denn bliebe. Dann wurde er ungehalten. Dann böse. Dann sorgte er sich. Doch Kätzchen blieb verschwunden. Er wurde noch böser. Ein weiteres Kätzchenspiel, so dachte her. Typisch. Ausgerechnet jetzt. Natürlich jetzt. Wo alles so gut war, wo endlich, endlich … Er hatte es gewusst. Tief drinnen hatte er es gewusst. Okami zog sich in sein Haus zurück und schloss alle Fenster.
Ein klägliches Maunzen. Kätzchen. Jetzt ruft sie mich. Jetzt soll ich sie retten. Als wenn es nicht sie gewesen wäre, die auf Bäumen rumspringt. Nein. Nicht noch einmal. Nicht ein weiteres Spiel.
Kätzchen nahm verschwommen das verschlossene Haus in der Ferne wahr. Okami. Warum? Ich bin gefallen. Bitte. Okami. Nein.
Kein Maunzen mehr. Die Genugtuung gebe ich ihm nicht. Einfach hier liegen. Unter meinem Baum. Es gibt keine Wirklichkeit. Nur Geschichten. Eine ist gerade gestorben.
koneko do - 1. Feb, 11:06
Okami sagt ja, es sei ein Placebo-Effekt. So schnell wirke das ganze nicht. Da sage ich nur: Ha! & wenn schon. Wenn der Placebo dabei hilft solche Tage und vor allem Abende wie eben durchzustehen. Kätzchen hatte mindestens fünf bis zehn Anlässe auf den nächsten Baum oder auch bis halb nach Rio zu flüchten. Nach Kätzchens Meinung. Zumindest. Aber: Nix da. Dageblieben. Kein Drama gemacht. Nicht mal geschmollt. Naja. Einmal ein bißchen und dann brav wieder dazu beigetragen einen netten Abend zu haben.
koneko do - 22. Dez, 22:58
Nun gut.
Anscheinend doch mal wieder Fortsetzung wegen des großen Erfolges.
Und was haben wir diesmal gelernt? Kätzchen kann Nähe tatsächlich nur bedingt und nicht so ohne weiteres.
Das Gute: Inzwischen merk ich es wenigstens.
Das Doofe: Hilft jetzt auch nicht so wirklich.
Kurze Vorgeschichte:
Okami & Kätzchen waren mal wieder am großen Scheidepunkt, beim nichts geht mehr.
Nichts, aber auch gar nichts schien zu stimmen: Die Gefühle, die Erwartungen, die Verständigung.
Kennen wir, hatten wir? Ja, eben deshalb. Manches wird nicht besser von Mal zu Mal. Aber zumindest wird man routinierter und das auf dem Boden zusammenkrachen kann aufs Wesentliche verkürzt werden. Und neben den heißen Tränchen, die dananch dann ab und an wegen des Elends der Situation im allgemeinen vergossen werden, tobt Kätzchen ansonsten mit ungeahnter Energie durch den Tag: Heißa, tun und lassen können, was es will, Freiheit, hurra!
Erstaunlicherweise – zumindest für Kätzchen, nicht für den Rest der Welt – schwingt das Pendel auch wieder zurück. Und – schwupps – schon wird aus vorsichtiger Annäherung mit dem Versuch das Beziehungsgeflecht vorsichtig zu lösen und zu entwirren, nachdem sich nun alle Beteiligten über das defizitäre Kuddelmuddel genug gegenseitig bedauert haben, ein neues Gespinst.
Und natürlich will Kätzchen erstmal spielen. Tätzel, tätzel, hach, wie nett das kribbelt. Und wie nett die Streichelei fürs Seelchen.
Aber dann: Huch. Hilfe. Wo bin ich denn jetzt schon wieder.
Nun. Hier: Mitten im Dilemma.
Und dort bestätigt sich wieder einmal: Versuchte Nähe wird mit Bäumen nicht unter vier Metern bestraft. Auf halber Höhe sitzt nun das Kätzchen, will doch so gerne zusammengerollt auf dem Sofa liegen und gestreichelt werden und kann doch nicht von ihrem Baum runter, weil sich ihm andererseits bei der Vorstellung die Haare aufstellen.
Oweioweiowei.
koneko do - 25. Okt, 16:49
Weh war mir, ich klagte
der Wand mein stilles Leid,
dass niemand, wahrhaft keiner
heut Nacht wohl um mich weint
Kein einz'ger, niemand, keiner
bestellt zu Gott den Gruß
ach, lass doch dieses Pflänzchen
gedeihen an meinem Fuß
Ich sitze hier und weine
die Tür kennt meinen Schmerz
denn niemand ach und keiner
will wohnen in meinem Herz
Denn Niemand und auch Keiner
gehen ihre eigenen Wege
Und ich bin nicht bei beiden
solange ich auch lebe
koneko do - 18. Okt, 16:17
Ich hätte mich verabschiedet.
Hätte ich es gewusst, hätte ich mich wirklich verabschiedet.
All die Orte, die wir auf unserem Weg bereist haben.
Sie sind weg. Jetzt. Ich erinnere ihr Licht. Die Wärme der Sonne. Das Gefühl der Holzdielen unter meinen bloßen Füßen.
Die fremden Kissen, die vertraut nach Okami rochen.
Unsere Sachen in unbekannten Schränken.
Wenn ich mich umdrehte, ich erwartete anderes zu sehen. Zimmerfluchten, in denen deine Präsenz mir den Rücken streichlelt.
Aufblickend sollte das Meer warten. Doch nichts als Dunkelheit, bewegt durch die Äste des Baumes vor meinem Fenster, naßgetränkt, bereits im Sterben.
Alles verloren. Alles vorbei.
Ich hätte doch "Lebewohl" gesagt.
koneko do - 16. Okt, 21:49
Es gibt definitiv zu wenig vernünftige Anfänge für Briefe wie diesen, deshalb versuche ich es erst gar nicht, sondern starte, ohne Ansprache, in medias res, mein lieber Okami.
Das war ja wohl eine Anrede, wenn auch eine lange, sagst du jetzt? Paradoxum, monierst du? Ja, in der Tat. Und als solches sehr passend.
Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll & noch weniger, ob dieses Machwerk zu versenden schlau oder machbar für mich ist.
Jemandem, der sagt, er habe für den Moment genug und brauche eine Pause, hinterher zu schreiben, scheint nicht gerade besonders umsichtig.
Aber erstmal schreiben schadet ja nichts.
Du bist, genau wie ich online. Du, weil du Ablenkung dank Fiktion suchst. Ich, weil ich gewohnheitsmäßig den Rechner angeschaltet habe. Naja, Ehrlich gesagt, habe ich mich wie eine Ertrinkende auf ihn geworfen. Soviel könnte doch drin sein: Ablenkung & Zerstreuung mindestens, vielleicht sogar irgendetwas, was das Jetzt erträglicher macht. Oder gar ein echter deus ex machina.
Und siehe da, was dabei ist, ist eine Mail, die einmal mehr beweist, dass du dich um mich sorgst und kümmerst, dass du veranlasst, dass es dem kleinen, ausgesetztem Kätzchen an möglichst wenig fehlt. Materiell. Wenigstens.
Das fühlte sich erstmal an wie ein Tiefschlag. Herrlich. Erst lassen sich alle möglichen Gefühle nicht mehr unterdrücken und dann das.
Bitte richtig zu verstehen: Vielen lieben Dank. Ich bin dir dankbar, verbunden und freue mich. And I felt & feel very cared for.
Exactly what you don't want to feel after a talk like ours just now. Or at least: How I don't want to feel. Because I would prefer to feel less to the point of nothing instead of more.
I know, that it is different for you & I don't want you to feel bad or guilty about it or having the impression, that you are always the meanie. Stuff like that just now makes me feel my emotions a lot stronger. Not because I'm drama addicted. Just because I can't talk about intimate things with you, and literally open my little dark heart for you without opening up.
Und dann brechen meist alle Dämme. Dann fühle ich, wie ich dich vermissen würde. So, so sehr. Und dann fängt der Himmel an aufzuklaren und die Instrumente beginnen wieder zu funktionieren. Kurz: Kein Blindflug mehr, sondern wieder eine Perspektive bekommend, was ich hier eigentlich tue. Und warum.
Und dann denke ich: Maybe you get – unconciously – out the big guns, because that's what needed to get a proper emotional reaction from me. Always worked so far at least: Be bad ass, say reallyreally hard stuff & then see me, Madam Sans Merci, fighting. And expressing emotions. Like nothing good.
Bad pattern.
Also: I have to agree with all the other stuff you said. It even makes sense. Being in love with someone like me non stop is a free ticket to hell. I have to give you that.
And me pointing out, that you could see what I feel – or that I feel at least something by seeing what I do, how I act, only helps a bit. Because I bet, that you wouldn't see my narrative of me making big commitments by acting in a certain way, but just seeing this very way as the normal thing to do.
Ok. So I'm complicated. And cold. And what the hell else. Und meine ganzen lustigen Mail- & sonst was Pseudonyme sind nicht von ungefähr.
Also: Warum weitermachen? Aus deiner gerade dargestellten Sicht gibt es wohl nicht viel Grund. Umso mehr rechne ich dir an, dass du Beratung vorschlägst.
Meine Sicht – habe ich die eigentlich schon erläutert? Nun: Es ist ehrlich gesagt mehr ein Bauchgefühl. Und dann all die Gefühle, die gerade wieder da sind.
All die Sachen, die wir miteinander erlebt haben – von Krebs und Hospital-Bondage, von Triumphen, Preisen und Events, die wir immer trotz allem errungen haben, die vielen, unendlich vielen ersten Male – wenn ich an meine erste und dann besonders die dritte Fahrstunde denke, kommen mir die Tränen – und all die fluffy coffees in the mornig, the massages, the movies and references (I still have Toothless here) and all the little things, we would tell each other at night or day, while fucking.
Yes. True. Not the bigbig words. And yes. It bugs me. But I am not ready to loose your text messages or the way you call me honey or darling. I am so not ready, not to have Skype-Striptease-Calls with you, or you having 101 plan where and how to live. I want a "we", that includes me in a partner and girlfriend way, even though I also know, that we could be just friends, partners in crime and/or business.
Actually – I do not know.
Not really. I mean, we tried that, right? You can well say, we could try again & then leave it completely, if we can't manage to do that & that that is better than starving. And again, I can't say otherwise. And again, it just doesn't feel like that either.
As I wrote you once: There is something between us. It gets bumped on the head a lot, from both of us, whereby I see myself way more as the meanie here.
That is also something, I want you to know: Often I really don't find the things you saying helpful, but I refer to my anticipated reaction there. That doesnt mean, that I think you are the bad guy. Please take a look again at my various mail account names. I know, that it is me and that you just fighting the fight and being the messenger.
I could also tell you, that I still would like to see this little entity between us unfold its wings and grow. Also I maybe don't have any idea how to manage that. Sometimes I really feel, that I don't have a clue, as you say. I just don't know, what people, who are my partners, actually want. I am perfect girlfriend, right? I let you do whatever, I can prepare nice live as well as nice food, so what else? Looks like I am missing the secret ingriedient. And then I think, the only problem might be still, getting it from the inside to the outside, as JJ once pointed out. That so much stays in my heart and in my head or in some rather coded writing than getting to person I am with and nurturing the little thing between us as well as her.
I am just guessing, but if it just that, what's missing, then I should just start with sending this now to you. And hope that you don't feel pressured. I don't expect you to react on this within short. So change of plans: You text me, whenever you feel, you have digested this here or just want to see me anyway.
But I needed to write that down now. And also send it to you now. Without delay, just the direct feeling, straight from the gut. Or heart. Because I really want you to know, that it is as sure as whatever, that I do have feelings. A lot.
And I do feel a lot for you. I wouldn't still be here, if that wouldn't be the case. And I would still like to find out so much about you & with you, I would still like to expirience so much with you and learn from & with you.
Da ist noch soviel ungelebtes Leben.
Der Satz bringt auf den Punkt, was mich so traurig macht, wenn ich denke, dass wir vielleicht am point of no return sein könnten.
And this liitle piece is a good – hmm something between – summary & spotlight what normally is going on in my head, when I don't say a word.
koneko do - 15. Okt, 01:57
Mein liebster Okami,
ich schreibe. Dir. Mal wieder. Diesmal jedoch will ich weder das Geschriebene verstecken noch mich hinter den Wörtern.
Ich schreibe dir, Liebster, weil ich nicht will, dass eines der vielen Wörter die sich in meinem Kopf verwirren, entwirren und neu verstricken, verloren geht. Oder eines der vielen Gefühle, die mein oft anscheinend so rationales Kätzchengemüt bewegen.
Ich bin noch ganz beeindruckt von unserem Gespräch. Ich danke dir für deine nimmermüde und in der Tat manchmal nervende Bereitschaft Bestehendes zu hinterfragen und in Frage zu stellen, für deinen Willen stets neu zu verhandeln.
Du hast ein Kämpferherz. Auch wenn ich dich gerne häufig damit aufziehen würde, vielleicht nicht mutig genug zu sein, um es mit mir aufzunehmen.
Ich tue es seltenst. Du kannst es mit auf den Stapel der unterlassenen Dinge packen, der sich zwischen uns auftürmt.
Mein Stapel. Ja. Ich stimme dir zu. Ich muss, geradezu, denn ich kann schlechterdings behaupten, dass auch nur eine Sache, die du angeführt hast, mindestens eines sehr wahren Kerns entbehrte.
Dementsprechend fühle ich mich einerseits gerade scheußlich, eine wahre la belle dame sans merci, andererseits ganz warm, weil "Trotz allem" auch eine schönes Narrativ ist, arrangierte Ehe hin oder her.
& ganz warm, weil du mich siehst. So, so sehr. Vielleicht nicht so, wie ich gerne gesehen werden würde, but "you can't always get what you want, but if you try sometimes you might find
you get what you need".
Versteh mich nicht falsch, ich möchte weder unabsehbar lange leiden oder "verhungern", um etwas zu lernen.
Aber manchmal frage ich mich, ob ein Prince Charming wirklich die bessere Alternative wäre. Man denke an Dornröschen. Der Prinz, der sie schließlich wach küsste, war vor allem zum richtigen Zeitpunkt da. Der geneigte Märchenleser erinnert sich: Alle, die es je versucht hatten, starben in den Dornen. Als jedoch ein ganz bestimmter Prinz kam, am Ende der hundert Jahre, die der Fluch galt, war die Dornenhecke erblüht und die Rosen wichen die vor ihm zurück. Die Hecke schloss sich wieder hinter im, verletzte ihn jedoch nicht.
Er ging hindurch, durchsuchte das Schloss, kletterte in den Turm, wo er die Prinzessin fand. Er küsste sie und wieder war es –
here is, where you called. Ok. I admit: sometimes it seems like destiny is against us. Or at least testing us. Missing each other is definitly something we are good at. But back to the main point –
– wieder war es nicht er, dessen Kuss sie erweckte. Es war auch der richtige Moment.
Nun magst du mir entgegnen: We are very rarely in sync.
Da hast du natürlich recht. Und auch wieder nicht. Denn:
1. Es hätte schlimmer kommen können. Du hast mich zu einem Zeitpunkt gefunden, der gar nicht soooo katastrophal war. Immerhin war ich ein ausgesetztes Kätzchen und im richtigen Land. Was besser ist, als ein Kätzchen, dass jemandem gehört und auf der anderen Seite des Ufers ein kleines glückliches Kätzchenleben führt, inklusive eigenem Baum.
2. Die hundert Jahre waren vorbei, die Prinzessin dabei endlich aufzuwachen. Du warst der Erste, der sie geküsst hat. Und der Erste für so viele erste Male. Was dich zumindest zum Prinzen ehrenhalber macht.
& 3. Vielleicht ist die Überlieferung nicht vollständig. Weil die Storyline so viel hübscher war und niemand gerne die doofen Dinge hört.
Doofe Dinge? Die hier zum Beispiel:
Vielleicht hat das Märchen unterschlagen, dass der Prinz doch ein paar von einigen renitenten Dornen gewischt bekommen hat.
Vielleicht hat das Märchen nicht erzählt, dass der Prinz Dornröschen nicht gleich gefunden hat, sondern sich ordentlich in der Festung verirrt hat und schon mehrfach frustriert und traurig aufgeben wollte, weil alles dunkel, leblos und kalt schien und er dachte, dass er wohl die Liebe nie finden würde, zumindest nicht hier.
Und vielleicht hat das Märchen auch nicht gesagt, dass die Prinzessin nach dem Aufwachen aus ihrem hundert Jahre währendem Schlaf so schlaftrunken war, dass sie gar nicht mehr so genau wusste, wie man spricht, wie man läuft und wie man eigentlich liebt und sie dem Prinzen nach diesem ersten großartigem Kuss damit ganz oft wehgetan hat und er sich schon oft gefragt hat, ob sie wirklich da sei, mit ihm, in seiner Wirklichkeit oder ob sie und besonders ihr Herz wohl doch noch schläft.
Ich hätte auch lieber ein Märchen ohne doofe Dinge. Aber anscheinend war die Art von Lebensgeschichte schon aus.
Und ich wünschte, ich könnte meine eigenen Storylines schreiben, die ohne doofe Dinge auskommen, und zwar nicht nur retrospektiv, sondern simultan.
Doch Kätzchen können nur vorwärts leben – inklusive verloren gehen, auf Bäume flüchten und manchmal nicht mehr alleine runterkommen – und haben meist nicht mal Gastauftritte in Märchen ohne doofe Dinge.
Aber dafür können sie immer wieder neue wunderbare Narrative erfinden, wenn auch erst hinterher, für mindestens neun Leben, und fallen immer auf die Pfoten.
koneko do - 10. Okt, 18:36
"Weißt du eigentlich, worauf du dich da einlässt?"
Kätzchen nickt. Kurz,ruhig, überzeugt. Okami schaut sie an. Von oben, leicht schräg, die Brauen erhoben. Kätzchen seufzt innerlich. Es hasst Wiederholungen und lange klärende Gespräche. Besonders, wenn es nichts zu klären gibt. Denn alles ist klar. Ganz klar. Kätzchen reißt sich zusammen und seufzt nicht. Es weiß, dass Okami das nicht gut aufnähme. Er würde es sofort als irgendetwas interpretieren, natürlich irgendetwas, dass irgendwie unschmeichelhaft für ihn wäre und dann ginge die Erklärerei erst richtig los.
"Ich lächle deine Lügen an und heiße sie willkommen. Ich lebe mit deinen Geistern. Hoch oben im Turm, im höchsten Zimmer, auf dem höchsten Berg. Ich teile dein Bett, ich schnurre an deinen Füssen, ich wärme dich, wenn dir kalt ist und schmuse mich an dich, wenn du dich einsam fühlst. Ich jage Mäuse und Ratten und Käfer und Ameisen, ich halte den Hof und die Räume, die Ställe und Kammern rein. Ich schaue dir ruhig zu, wenn tausend Stürme durch dich greifen und halte Abstand. Ich habe die Tugend aller Katzen: Ich brauche dich nicht, ich werde stets nur mein eigener Herr sein, das wissen wir beide, aber wenn ich mich an dich schmiege, fühlt es sich ganz anders an."
Was ist für dich drin? Wenn du wirklich weißt, worauf du dich einlässt, was ist dann dein Gewinn?"
koneko do - 2. Okt, 01:11